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Heilen mit Honig: Was ist dran?

Honig für die Gesundheit
Honig für die Gesundheit
Über Honig als Heilmittel ist viel geschrieben und gestritten worden. Schon im alten Ägypten glaubte man, Honig verleihe den Göttern ihre Unsterblichkeit. Hippokrates, berühmter Arzt der Antike, legte Kranken Honig als Allheilmittel nahe. Auch in Asien schätzte man das Gold der Bienen sehr. Es fand Verwendung in der Medizin, zum Beispiel bei Wundumschlägen, und wurde als eines der wichtigsten Güter im Tausch mit Seide gehandelt. In der modernen Medizin wird Honig als vielen Antibiotika überlegenes Mittel neu entdeckt und untersucht.

Honig: Mehr als die Summe seiner Einzelbestandteile
Unbestreitbar ist, dass Honig aus gut 80 Prozent Zucker und meist etwas weniger als 20 Prozent Wasser besteht. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Im süßen Saft der Bienen stecken nämlich rund 180 verschiedene Inhaltsstoffe aus der Natur wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren. Natürlich kommen diese Stoffe in sehr geringen Dosen vor, doch was bei der Wirkung des Honigs zählt, ist das Zusammenwirken der einzelnen Elemente. So überrascht es kaum, dass Wissenschaftler in neuen Studien nachweisen konnten, dass Honig erstaunliche medizinische Wirkungen hat. Er wirkt zum Beispiel antiseptisch, hilft gegen Entzündungen, kann Fieber senken und sorgt dafür, dass Wunden schneller heilen. Besonders interessiert verfolgen Mediziner derzeit Studien zur Untersuchung der antibakteriellen Wirkung des Honigs. Diese beruht auf den so genannten Inhibinen, Hemmstoffen, die das Wachstum vieler Bakterienarten bremsen können.

Doch Vorsicht! Ehe jetzt das Glas Tannenhonig, der besonders viele Mineralstoffe besitzt, in den Medizinschrank wandert: Die meisten normalen Honige sind zwar gesund und lecker, für den medizinischen Einsatz jedoch nicht das Richtige. Zur direkten Behandlung von Infektionen und Wunden eignet sich nämlich nur speziell gereinigter Honig, „Medihoney“ genannt, der sterilisiert und keimfrei gemacht wurde. Produkte daraus gibt es nur in Apotheken oder dem medizinischen Fachhandel.

Den leckeren Honig aus der Heimat essen wir also lieber weiterhin auf dem Brötchen – und auch da ist er ja gut für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Die Imker aus Ihrer Nähe freuen sich schon auf Sie!

Allzeit gute Gesundheit wünscht

Heike

One Comment

  1. Steufzgen

    Liebe Heimathonige!
    Erstmal herzlichen Glückwunsch zu eurer tollen Seite, die ich gerade zufällig entdeckt habe. Ich wünsche euch ganz viel Erfolg!

    Es gibt noch einen weiteren wichtigen Bereich, in dem Honig wahre Wunder vollbringen kann: Heuschnupfen! Naturbelassener Honig enthält auch immer Pollen, die die Bienen mit dem Nektar einsammeln. Isst man immer wieder den Honig mit den Pollen, gewöhnt sich der Körper mit der Zeit an die Allergene und der Heuschnupfen verschwindet. Der Fachbegriff ist Hyposensibilisierung.

    Das klappt natürlich am besten mit einem Honig aus der Gegend, denn da sind die richtigen Pollen drin. Für Heimathonig also genau das Richtige 😉

    Liebe Grüße
    S.

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