Warum Heimathonig? Directors Cut

3. April 2010

Wütende BieneMit Heimathonig unterstützen wir deutschen Honig, weil wir Qualität schätzen und die Bestäubungsleistung der Bienen nun mal nicht importiert werden kann. Auf dem heimischen Honigmarkt tummeln sich viele unterschiedliche Leute. Das Spektrum reicht von kleinen Imkern, die ihren Honig hauptsächlich im Bekanntenkreis verkaufen, bis zu internationalen Konzernen, die viel Geld mit Honigimporten verdienen. Und seit kurzem sind wir mit Heimathonig.de auch dabei.

Abmahnung wegen Verunglimpfung von Importhonig

Wir unterstützen bekanntermaßen alle Imker in Deutschland. Momentan sind es gut 30 Imker von der Ostsee bis zum Allgäu, vom Rheinland bis Brandenburg. Wer hätte gedacht, dass uns die Importhonig-Lobby jetzt schon wahrnimmt? Und uns auch gleich mal abmahnt! Begründung: Verunglimpfung von Importhonig.

Mit einer Frist von großzügigen 3 Werktagen sollen wir die “haltlosen Aussagen” auf unserer Website entfernen. Sonst forderten sie von uns eine “strafbewehrte Unterlassungserklärung”. Ach ja: Die Einleitung weiterer rechtlicher Schritte behält man sich natürlich vor.

Müssen wir jetzt also jeden Supermarkthonig fördern – oder gar essen?

Nein, so schlimm wird es schon nicht kommen. Lassen wir Fakten für sich sprechen. In den Supermarktregalen hat die Stiftung Warentest noch 2004 viele Gemische entdeckt, die den Namen Honig nicht verdient haben. Unter dem Titel “Kein reiner Genuss” fasst die Stiftung Warentest zusammen: “34 Honige hat die Stiftung Warentest geprüft. 18 verstießen gegen die Vorschriften, 10 davon hätten nicht als Honig verkauft werden dürfen. Neun trugen die Sortenbezeichnung zu Unrecht. Ein katastrophales Ergebnis.”

Bei einem jüngeren Test lobt die Stiftung Warentest eine positive Entwicklung. Doch noch immer ist festzustellen, dass nicht jeder Honig der deutschen Honigverordnung entspricht. Auch 2009 ist somit das Ergebnis der Stiftung Warentest ernüchternd: “Die Stiftung Warentest hat 35 Honige geprüft. Nur neun waren gut.”

Und erst im Oktober 2009 setzt Ökotest mit dem Test  “Honig: Summ, Summ – Bumm!” noch einen drauf: “In unserem Test sind sage und schreibe elf von 24 Honigen mit Gen-Tech-Pollen verunreinigt – vor allem solche aus Südamerika.” Gleichzeitig hat Ökotest in keinem einzigen deutschen Honig Gen-Tech-Pollen gefunden. Für uns Grund genug, Gläser mit der Beschriftung “Mischung aus EG und Nicht-EG-Ländern” im Supermarktregal stehen zu lassen. Achten Sie mal darauf, wie oft Sie das auf den Etiketten lesen müssen!

Diese Tests haben uns dazu veranlasst, die Vermarktung von deutschem Honig zu unterstützen und die vielen kleinen Imker in Deutschland zu fördern, die mit viel Leidenschaft und Engagement die Imkerei betreiben. Wir wollen den Konsumenten, die Wert auf gute, regionale Produkte legen, eine Alternative zum Supermarkthonig geben.

Und dann ist da noch die Sache mit den Bienchen und den Blümchen

Nicht zu vergessen: Wer Honig aus der Region kauft, leistet einen entscheidenden Beitrag zum Naturschutz: Rund 85 % der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau hängen in Deutschland von der Bestäubung durch Honigbienen ab. Das gilt entsprechend auch für die meisten Wildblumen. Die Bestäubungsleistung kann man nicht so leicht importieren wie ein paar Tonnen Honig. Daran kann auch die Importhonig-Lobby nichts ändern.

Süße Grüße

Markus

Was macht Bio-Honig zu Bio?

1. März 2010

Die Zeiten, als Biowaren nur was für fundamentalistische Ökos waren, sind längst vorbei. Viele, insbesondere anspruchsvolle Kunden bevorzugen heute naturbelassene Lebensmittel ohne Zusatzstoffe. Biowaren kommen damit raus aus ihrer Schrumpelecke und landen auch in normalen Supermärkten sowie natürlich im Internet.

Die Zahl der Anbieter von Bio-Lebensmitteln nimmt dabei stetig zu. Nicht nur zur Freude von Verbrauchern, denn wie soll man im Einzelfall wissen, welches Nahrungsmittel berechtigt als “Bio” deklariert wird und welches nicht? Das kunterbunte Wirrwarr bei den zahlreichen Bio-Logos trägt nicht zur Erhellung bei. Immerhin ein einheitliches EU-Bio-Logo gibt es nun seit Anfang Februar 2010, das ab 1. Juli 2010 gültig ist. Das hellgrüne Euro-Blatt steht für Bioprodukte, die nach den EG-Rechtsvorschriften für ökologischen Landbau hergestellt wurden.

Doch welche Richtlinien gelten für Honig? Wie kann ich als Verbraucher Bio-Honig von konventionellem unterscheiden? Weiterlesen »